Museumslogo   Curator   Index  Links   Projekte News 
  
  
Unternehmen
Rohde & Schwarz
                   -->

Physikalisch-techn. Entwicklungslabor Dr. Rohde & Dr. Schwarz: Selbstinduktionsmeßgerät
Typ LRH



LRH, vorne. Memmingen, Deutschland, 1944.

Laut Online-Firmendokumentation Rohde & Schwarz wurde die Produktion 1941 "wegen drohender Luftangriffe" von München zunächst nach Kempten im  Allgäu, und ab 1944 nach Memmingen verlagert. Aus dieser Zeit und noch vor der dauerhaften Umbenamung der Firma nach "Rohde & Schwarz" stammt das Selbstinduktionsmeßgerät LRH.
Mit diesem Messegrät lassen sich im Resonanzverfahren Induktivitäten ausmessen bzw. abgleichen (zu jener Zeit war der Begriff Selbstinduktion gebräuchlicher als der Begriff Induktion).  
Die an den Klemmen Lx angeschlossene Spule oder Drossel wird dabei in den Zweig einer Messbrücke gebracht, die solange verstimmt wird, bis das im Mittelzweig liegende Messinstrument den weitesten Ausschlag zeigt. Die Selbstinduktion wird dann auf der Trommelskal im entsprechenden Bereich abgelesen.
Bei Vergleich mit einem neuzeitlichen L-Messegrät, zeigt das LRH immernoch Messergebnisse innerhalb seiner angegebenen Toleranz.

Kennwerte:
Messbereich:          0,1 uH ... 10 mH in 5 Teilbereichen
Röhrenbestückung:  AZ11, EF13, EF12
Messfrequenz:        20 kHz ... 4000 Hz
Genauigkeit            +/- 1 %  

Abmessungen:     350 x 240 x 240 mm;
Gewicht:             ca. 6 kg

Dokumentation: 
PTE Dr. Rohde & Dr. Schwarz: Messgeräte und Hilfsmittel für die Hochfrequenztechnik: Selbstinduktionsmesßgerät LRH, München, 1938.
  
  
Kategorien
Zeigermessgeräte
<--                      -->