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SIEMENS: Toleranzmeßgerät 800Hz
Rel 3 R 513p

siemesn_513p 
Rel 3 R513p, vorne. Deutschland, ca. 1956.

Das Toleranzmeßgerät wird in Verbindung mit einem 800 Hz-Summer und einer Messbrücke verwendet um Serienmessungen an Bauteilen (Widerständen, Spulen oder Kondensatoren) durchzuführen. Das Gerät ist ist sehr robust gebaut, allein der schwarzlackierte Eichekoffer wiegt 9 kg.
Als Armaturen finden sich die für Siemens damals typischen großen schwarzen Drehknöpfe, Kippschalter sowie mittig ein Drehspulinstrument, 144 x 144 mm groß, mit Feinskalenzeiger auf einer dimensionslosen Skala. Die Messanordnung ist was für Freunde von GE: Durch geeignete Verstimmung der Brücke im Zweig der Steuerspannung wird das Anzeigeorgan vorab auf Vollausschlag bzw. auf den Nullpunkt eingeregelt. Je nach eingestellter Empfindlichkeit in der Eingangsbrücke lässt sich der Toleranzbereich variieren. Mit vergleichsweise wenigen Bauteilen und einem empfidlichen Messwerk (30µA) sind somit  präzise Toleranzmessungen bis zu 20% möglich.
Eingesetzt war dieser Toleranzmesser - glauben wir den Inventarstickern auf dem Holzgehäuse - beim Telefunken Anlagen-Werk in Berlin. Derartige Geräte in diesem Zustand und mit Gehäusedeckel sind nur noch selten zu finden und bei Sammlern sehr begehrt.

Abmessungen B x H x T:&nbsp; (556 x 260 x 307) mm; Gewicht: ca. 17 kg.

Unterlagen:
SIEMENS & HALSKE AG: Kapazitätsmessbrücke 0,01 pF/10uF, Rel beschr 744.11/2, Dezember 1949.
 
  
 
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